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Anklage im Fall 'Ameland'

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat die Ermittlungen gegen die jugendlichen Beschuldigten aus dem Komplex 'Ameland' abgeschlossen. Ursprünglich richtete sich das Verfahren gegen 17 beschuldigte Jugendliche. 8 mutmaßliche Opfer konnten zunächst ermittelt werden. Nunmehr sind 4 Jugendliche wegen gemeinschaftlich begangener sexueller Nötigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in 4 Fällen zur Großen Jugendkammer des Landgerichts Osnabrück angeklagt worden. Gegen 6 Jugendliche ist in Absprache mit der Jugendgerichtshilfe der Stadt Osnabrück das Verfahren nach § 45 Abs. 2 JGG gegen Auflagen oder Ermahnungen eingestellt worden. Sieben Verfahren sind wegen fehlenden Tatnachweises ganz eingestellt worden.

Gegen die Jugendlichen ist Jugendstrafrecht anzuwenden.

Die Große Jugendkammer hat noch nicht über die Eröffnung des Verfahrens entschieden. Ein - in jedem Fall nichtöffentlicher - Hauptverhandlungstermin ist noch nicht anberaumt.

Bei der Staatsanwaltschaft sind noch neun Ermittlungsverfahren gegen Betreuer des Lagers wegen unterlassener Hilfeleistung anhängig. Wegen noch laufender Einlassungsfristen der Verteidiger konnten diese Verfahren noch nicht abgeschlossen werden.

Der Stadtsportbund Osnabrück hatte vom 25.06. bis 08.07.2010 auf der niederländischen Ferieninsel ein Ferienlager veranstaltet. Dieses findet dort seit 1965 statt. An dem Lager haben insgesamt 177 Teilnehmer und 33 Betreuer teilgenommen.

Dr. Retemeyer/Oberstaatsanwalt und Pressesprecher

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