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Verdacht gegen Mediziner wegen Verdachts von Tötungsdelikten eingeleitet

Pressemitteilung 01/2012 - 26.07.2012


Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat aufgrund der Erkenntnisse der Staatsanwalt­schaft Braunschweig - Zentralstelle für Korruptionsstrafsachen - in 23 konkreten Verdachtsfällen manipulierter Patientendaten gegen einen ehemaligen Transplan­tations­­mediziner der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) sowie gegen einen Arzt in leitender Funktion aus dem klinischen Bereich der UMG Ermittlungen wegen des Verdachts von Tötungsdelikten eingeleitet. Der letztgenannte Mediziner war mit Voruntersuchungen der Patienten zur Organtransplantation befasst. Er hatte damit Einfluss auf den Meld-Score der Stiftung Eurotransplant. Sie verteilt nach einem festgelegten Kriterienkatalog Spenderorgane an Patienten in ihren acht Mitglieds­ländern, zu denen auch Deutschland gehört. Die Staatsanwaltschaft Göttingen prüft nun, ob die beschuldigten Ärzte durch eine Manipulation von Daten für einen unbe­rechtigt hohen Meld-Score verantwortlich sind und ob diese Manipulationen dazu geführt haben, dass andere Patienten nicht rechtzeitig eine Spenderleber erhalten haben und deshalb gestorben sind.

Artikel-Informationen

27.07.2012

Ansprechpartner/in:
Oberstaatsanwalt Andreas Buick

Staatsanwaltschaft Göttingen
Pressesprecher
Waageplatz 7
37073 Göttingen
Tel: +49 551 403-1605
Fax: +49 551 403-1633

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