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+++ Neuer Zwischenstand im Ermittlungsverfahren gegen Niels H.: Polizeidirektion Oldenburg und Staatsanwaltschaft geben weitere Ergebnisse bekannt +++

Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Oldenburg vom 13.01.2016


Untersuchungen in Stuhr und Bookholzberg abgeschlossen -

Wirkstoff „Ajmalin" in weiteren Fällen nachgewiesen

Im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen gegen den ehemaligen Krankenpfleger Niels H. haben Sonderkommission Kardio und Staatsanwaltschaft Oldenburg weitere Exhumierungen durchgeführt. Nach der Öffnung von weiteren Gräbern auf Friedhöfen in den Gemeinden Stuhr und Bookholzberg liegen nun die toxikologischen Untersuchungsergebnisse vor. Danach hat sich in weiteren Fällen der dringende Verdacht ergeben, dass Niels H. ehemalige Patienten des Klinikums Delmenhorst durch die nicht indizierte Vergabe des Wirkstoffs Ajmalin getötet hat.

Die Untersuchungen erstreckten sich Ende des Jahres 2015 auf die Friedhöfe Heiligenrode, Brinkum, Alt-Stuhr und Moordeich in der Gemeinde Stuhr, sowie auf den Friedhof Bookholzberg.

Der Wirkstoff Ajmalin konnte in weiteren Fällen nachgewiesen werden, obwohl die Personen nicht mit einem entsprechenden Medikament behandelt wurden. Die Angehörigen der Verstorbenen sind über die Ergebnisse bereits informiert worden.

Insgesamt sind damit nun 63 ehemalige Patienten des Klinikums Delmenhorst exhumiert worden. Der Wirkstoff Ajmalin wurde in 21 Fällen nachgewiesen.

Polizeidirektion Oldenburg und Staatsanwaltschaft werden die Exhumierungen auf weiteren Friedhöfen fortsetzen.


(Der Umfang der Ermittlungen ergibt sich aus den dazu bereits veröffentlichten Pressemitteilungen der Staatsanwaltschaft Oldenburg und der Sonderkommission „Kardio". Die Pressemitteilungen mit den Nummern 19, 20, 22 und 24 aus dem Jahr 2014 sowie 1, 2, 10, 11 und 18 aus dem Jahr 2015 können u.a. auf der Internetseite der Staatsanwaltschaft Oldenburg eingesehen werden.)

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