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Aufgaben der Staatsanwaltschaft Aurich

Die Staatsanwaltschaft ermittelt:


Festnahmen - Beweismittel - Durchsuchungen

Die Staatsanwaltschaft ist eine von den Gerichten unabhängige Behörde, die vor allem als Strafverfolgungsbehörde in Strafverfahren tätig wird. Sie leitet das Ermittlungsverfahren, erhebt im Namen des Staates Anklage und vertritt den Staat vor Gericht. Wenn Gefahr in Verzug ist (z.B. Flucht des Täters, Vernichtung von Beweismitteln), kann die Staatsanwaltschaft Festnahmen veranlassen, Beweismittel beschlagnahmen und Durchsuchungen anordnen. Die Staatsanwaltschaft darf den Staat jedoch nicht nur einseitig vertreten, sondern sie muss auch alle Umstände ermitteln, die den vermeintlichen Täter entlasten können. Wenn kein hinreichender Tatverdacht gegen einen Beschuldigten besteht, wird das Verfahren eingestellt.

Anklagen

Nach Erhebung einer Anklage und Eröffnung des Hauptverfahrens ist die Staatsanwaltschaft im Rahmen einer Hauptverhandlung gegen einen Angeklagten eine der Verfahrensbeteiligten. Ein Vertreter der Staatsanwaltschaft (Staatsanwalt, Amtsanwalt oder Rechtsreferendar) nimmt hieran teil, verliest die Anklageschrift und soll durch weitere Verfahrenshandlungen zur Wahrheitsfindung beitragen. Durch den Antrag auf Erlass eines Strafbefehls kann eine Verurteilung auch ohne Hauptverhandlung erfolgen.

Vollstreckung der Strafe

Nach rechtskräftigem Abschluss eines Strafverfahrens endet die Verantwortung der Staatsanwaltschaft nicht. Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich ist ihr Wirken als Strafvollstreckungsbehörde. Sie ist nämlich auch zuständig für die Vollstreckung der gegen erwachsene Straftäter ergangenen Entscheidungen, durch die Strafen oder Maßregeln der Sicherung und Besserung (z.B. die Entziehung der Fahrerlaubnis oder die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus) verhängt worden sind. Die Staatsanwaltschaft ist der verwaltungsmäßigen Überwachung der Vollstreckung der Strafe betraut und bereitet unter anderem notwendige gerichtliche Entscheidungen etwa über die vorzeitige bedingte Entlassung eines zu einer Freiheitsstrafe Verurteilten vor. Ist eine Freiheitsstrafe bereits zur Bewährung ausgesetzt, prüft sie allerdings auch, ob der Verurteilte die ihm eingeräumte Chance nutzt oder sein Verhalten Anlass gibt, bei Gericht einen Widerruf dieser Vergünstigung zu beantragen.

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